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Hallux valgus Operationen

Vergleiche einleitendes Kapitel "Spreizfuss und Hallux valgus"
Welche Operationsmethode die geeignete ist legt der erfahrene Orthopädische Chirurg nach einer sorgfältigen Besprechung und Untersuchung zusammen mit dem Patienten fest. Es können auch einzelne Methoden miteinander kombiniert werden. So wird zum Beispiel die Akin Osteotomie sehr häufig mit den anderen unten aufgeführten Techniken durchgeführt.

Unsere gängigen Operationsmethoden:

1. Distale Korrektur:

1a. Die Akin Osteotomie
Indikation: Isolierte Fehlstellung im Grosszehen Zwischengelenk oder als potente Ergänzung zu den anderen Operationsmethoden (Optimierung der Biomechanik).


1b. Die L-Osteotomie
Indikation: Standard Operation für unkomplizierte Fälle und auch potente Technik bei kongruentem Gelenk. Manchmal auch notwendige Ergänzung bei proximalen Korrekturen zur Optimierung der Gelenksachse (DMAA=Distal Metatarsal Articular Angle).

2. Proximale Korrektur:
Zur korrekten Winkelausrichtung (v.a. bei kongruentem Gelenk) im Grundgelenk(DMAA) muss oft eine L-Osteotomie ergänzt werden.
Bei proximalen Korrekturen sind die grossen biomechanischen Kräfte beim Abrollen des Fusses in der Schlussphase zu berücksichtigen, sodass stets eine konsequente Vorfussentlastung nach der Operation für die ersten 4-6 Wochen notwendig ist.

2a. Die Crescentic Osteotomie
Indikation: Grosser Abspreizwinkel kombiniert mit dünnem Schaft des Mittelfussknochens.

2b. Die TRADE Osteotomie
Indikation: Relevante Pronations-Fehlrotation kombiniert mit grossem Abspreizwinkel.
Die TRADE Osteotomie entspricht einer schrägen Basis Osteotomie am ersten Mittelfussknochen und führt zu einer Korrektur in drei Ebenen: Translation/Absenken/Derotation


2c. Die TMT-I Arthrodese
Indikation: Instabiles oder arthrotisches TMT-I Gelenk
Bei der Tarso-metatarsalen (TMT) Arthrodese wird das Gelenk an der Basis des ersten Mittelfussknochens in die korrekte Stellung verschoben und so versteift.

Die Nachbehandlung
Bei allen Operationstechniken wird ein Redressionsverband angelegt. Dieser Klebeverband wird ca. 2 Wochen belassen. Dann erfolgt die Fadenentfernung.
Bei den proximalen Osteotomien wird in den ersten 4 Wochen ein Barouk Schuh getragen (Vorfussenlastungsschuh). Nach vier Wochen wird ein neues Röntgenbild durchgeführt und dann darf ein flacher Postop Schuh für weitere 2-4 Wochen getragen werden.
Bei distalen Osteotomien soll für die ersten 4-6 Wochen ein Postop Schuh (steife Sohle) getragen werden.
Für die ersten drei Monate soll ein Zehenspreizer in der Nacht (Hallux Nachtschiene) getragen werden.

Nach 4-6 Wochen erfolgt eine Röntgen Verlaufskontrolle, worauf bei proximalen Osteotomien ein Postop Schuh für weitere 2-4 Wochen getragen wird und bei distalen Osteotomien darf zum Tragen normaler Schuhe übergegangen werden.



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