http://www.crossklinik.ch/de/plastische-rekonstruktivechirurgie/brust/gynaekomastiebeimmann/

Gynäkomastie beim Mann

Eine Vergrösserung der männlichen Brustdrüse, welche ein- oder beidseitig auftreten kann, wird als Gynäkomastie bezeichnet. Die Gynäkomastie tritt in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter auf - Schwellungen im Kindesalter sind hiervon abzugrenzen und bilden sich meist ohne Behandlung zurück. Einseitige Vergrösserungen beruhen häufig auf einer gutartigen Wucherung des Fett- und Bindegewebes der Brust, der keine spezifische Krankheit zugrunde liegt (idiopathische Gynäkomastie). Eine beidseitige Gynäkomastie im Erwachsenenalter ist meist Folge eines Überschusses des weiblichen Hormons Östrogen, das die Brustdrüse in ihrem Wachstum stimuliert. Nur in extrem seltenen Fällen ist eine bösartige Geschwulst für die Brustvergrößerung beim Mann verantwortlich. Eine Operation ist angezeigt, wenn die Gynäkomastie eine starke seelische Belastung darstellt, ein Spannungsgefühl und/oder Berührungsschmerzen bestehen oder eine gut- oder möglicherweise bösartige Geschwulst vorliegt. In Allgemeinanästhesie (Narkose) wird die vergrößerte Brustdrüse über einen kleinen Schnitt um den Warzenhof herum entfernt; die Brustwarze selbst bleibt dabei erhalten (subkutane Mastektomie). Bevor die Wunde verschlossen wird, kann ein Drainageschlauch zur Ableitung von Wundsekret eingelegt werden, um einen Bluterguss zu vermeiden. Postoperativ kann hierzu auch das Tragen einer Kompressionsweste sinnvoll sein.



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