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Labordiagnostik

Bei sportlich aktiven Menschen ist der Körper Belastungen ausgesetzt, die über das normale Mass hinausgehen. Da über die Zusammensetzung der Blut- und Urinbestandteile detaillierte Aussagen über den Zustand des Organismus getätigt werden können, sollten sich sowohl Breiten- als auch Leistungssportler z. B. im Rahmen der sportmedizinischen Untersuchung einer regelmässigen Blut- und Urinkontrolle unterziehen.

Das Swiss Olympic Betreuungsprogramm unterscheidet zwischen einem "grossen" und einem "kleinen" Sportlabor.
Das grosse Labor wird bei Leistungssportlern als Screeninguntersuchung einmal im Jahr empfohlen. Es besteht aus der Messung diverser hämatologischer und metabolischer Parameter sowie der wichtigsten Entzündungsparameter. Bei Ausdauersportlern wird zusätzlich das kleine Labor zwei - bis - drei Mal jährlich als Verlaufskontrolle empfohlen, bei dem das rote Blutbild, Ferritin und C-reaktive Protein bestimmt werden. Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit der erhobenen Daten im Längsschnitt muss die venöse Blutentnahme unter standardisierten Bedingungen stattfinden. Voraussetzung ist, dass sie nicht unmittelbar nach einem Training erfolgt (Einfluss auf Hämatokrit, Leukozyten, Retikulozyten, Ferritin, CK, GOT, u. a. m.).

Aber auch die Belastung an den Tagen vor der Abnahme sowie der Medikamentenkonsum bzw. die eingenommenen Supplemente können durchaus einen Einfluss auf die Messung haben. Ein Ergebnisblatt der Blut- und Urinanalyse wird dem Sportler mit der Gesamtbeurteilung der sportärztlichen Untersuchung mitgegeben.



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